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Diese Fotos zeigen, wie stylisch Menschen in Berlin sind

von admin_kernteam
Eleonora Friedrichshain - Copyright Björn Chris Akstinat Berlin Street Style-fashion-mode-foto
Eleonora in Friedrichshain
„Ich trage gern farbige Klamotten. Meistens sind sie Second Hand. Im Vergleich zu Italien, meinem Herkunftsland, trauen sich die Menschen in Berlin, mehr Farben und besondere Kleidungsstücke zu tragen, und wirken deshalb schicker.“
Foto: © Björn Chris Akstinat / Berlin Street Style
Esther im Prenzlauer Berg Schönhauser Allee - Copyright Björn Akstinat Berlin Street Style-fashion-mode-foto
Esther im Prenzlauer Berg in der Schönhauser Allee
„Ich bin in Berlin geboren und aufgewachsen. Seit 15 Jahren habe ich mein eigenes Modelabel mit Laden in Berlin-Mitte. Häufiger werde ich angesprochen, um fotografiert zu werden – manchmal auch von Touristen. Das mache ich dann nicht, weil ich denke, dass wir hier doch nicht im Zoo sind.“
Foto: © Björn Chris Akstinat / Berlin Street Style
Jordan Friedrichshain - Copyright Björn Akstinat Berlin Street Style-fashion-mode-foto
Jordan in Friedrichshain
Ich bin Eventmanager und vor Kurzem von Australien nach Berlin gezogen. Da ich unter anderem maltesische Wurzeln habe, konnte ich in Malta einen Pass beantragen und in die EU einreisen. Noch sind meine Deutschkenntnisse nicht so gut, aber ich versuche, sie zu verbessern.“
Foto: © Björn Chris Akstinat / Berlin Street Style
Lisa und der ägyptische DJ Ramy in Friedrichshain vor dem Berghain -Copyright Björn Akstinat Berlin Street Style-fashion-mode-foto
Lisa und DJ Ramy in Friedrichshain vor dem Berghain
Lisa ist aus Bonn nach Berlin gezogen und arbeitet als Reisedisponentin. Ramy stammt aus Ägypten, ist DJ und studiert ausiovisuelle Medien.
Foto: © Björn Chris Akstinat / Berlin Street Style
Mark Prenzlauer Berg Schönhauser Allee - Copyright Björn Akstinat Berlin Street Style-fashion-mode-foto
Mark im Prenzlauer Berg in der Schönhauser Allee
„Ich bin Sänger und Künstler. Nachdem ich in England in einem Landhaus aufgewachsen bin, in dem es spukte, fand ich in Berlin den perfekten Ort, um Lieder zu schreiben und schöpferisch tätig zu sein. Ich genieße die unkonventionelle Schönheit der Stadt. Meinen heutigen Kleidungsstil könnte man als eine Kreuzung aus ,englisch‘ und ,Wildem Westen‘ bezeichnen.“
Foto: © Björn Chris Akstinat / Berlin Street Style
Tätowierer Bastian in Friedrichshain-Copyright Björn Akstinat Berlin Street Style schickaa-fashion-mode-foto
Bastian in Friedrichshain
Was Bastian von Beruf ist, lässt sich leicht erraten: Er ist Tätowierer. Hier war er gerade auf dem Weg zum Bäcker.
Foto: © Björn Chris Akstinat / Berlin Street Style
Ron und Macha Friedrichshain - Copyright Björn Akstinat Berlin Street Style Midas-Verlag-fashion-mode-foto
Ron und Macha in Friedrichshain
Ron (links):„In meiner gesamten Schulzeit, bis ich 18 Jahre alt war, mussten wir jeden Tag eine Schuluniform tragen. Als ich vor zwei Jahren nach Berlin gezogen bin, habe ich langsam angefangen, wieder die bunten und spaßigen Teile zu tragen. Der Geist der Stadt ermutigt mich dazu.“
Macha: „Ich habe mich schon immer exzentrisch gekleidet. Das liegt in der Familie. Aber Berlin erlaubt es mir, wirklich frei darin zu sein, was ich trage, und trotzdem sicher auf den Straßen zu sein. Also genieße ich jedes Stückchen dieser Freiheit und werde ober-exzentrisch.“
© Björn Chris Akstinat / Berlin Street Style
Marija Berlin-Mitte Copyright Björn Akstinat Berlin Street Style-fashion-mode-foto
Marija in Berlin-Mitte
„Mode ist ein ganz wunderbares Instrument, sich täglich zu verwandeln und zum Ausdruck zu bringen, wie man sich gerade fühlt. Aus diesem Grund bin ich froh, dass ich auch in meinem Beruf mit ,Kleidern‘ zu tun habe. Ich arbeite als Rechtsanwältin und betreue unterschiedliche Mandate aus dem Modebereich. Es fühlt sich gut an, mit Kreativen zusammenzuarbeiten und am Ende das Produkt in den Läden zu sehen.“
© Björn Chris Akstinat / Berlin Street Style
Gregor Friedrichshain -Copyright Björn Akstinat Berlin Street Style-fashion-mode-foto
Gregor in Friedrichshain
„Das ist meine Alltagskleidung! Ich mache mir darüber keine großen Gedanken. Ich habe einfach Spaß an Individualität. Schon in der DDR-Zeit kleidete ich mich etwas auffälliger und außergewöhnlicher – damit eckte man natürlich an.“
Foto: © Björn Chris Akstinat / Berlin Street Style
Paulina Berlin-Mitte - Copyright Björn Akstinat Berlin Street Style-fashion-mode-foto
Paulina in Berlin-Mitte
„Jeder Mensch ist ein Unikat. Mode ist für mich ein Ausdruck von Individualität, Einmaligkeit, Authentizität. Es ist nicht wichtig, was ich trage, sondern wie ich es trage – die Ausstrahlung, die Persönlichkeit macht erst einen guten Stil aus.“
Foto: © Björn Chris Akstinat / Berlin Street Style

In Sachen Style macht den Berliner*innen so schnell niemand etwas vor. Björn Akstinat fotografiert Passant*innen auf den Straßen der deutschen Hauptstadt und zeigt, wie schick Alltagsmode sein kann.

In Berlin ticken die Uhren bekanntlich etwas anders als in den restlichen Teilen Deutschlands. Die Hauptstadt scheint oft gar nicht so typisch deutsch zu sein, wie man das von außerhalb denken könnte. Unterschiede gibt es in vielen Bereichen: Deutsche haben den Ruf, ordentlich, pünktlich und übergenau zu sein – in Berlin hingegen geht es eher chaotisch, hektisch und dreckig zu.

Deutschland gilt als einer der wirtschaftlichen Motoren Europas. Der Anteil, den Berlin daran hat, dürfte allerdings überschaubar sein: Das Lohnniveau liegt hier unter dem Bundesdurchschnitt, die Arbeitslosenquote darüber. „Arm, aber sexy“ sei Berlin, befand schon vor über 15 Jahren der damalige Bürgermeister Klaus Wowereit und prägte damit das Image der Stadt nachhaltig.

Dafür gibt es nirgends sonst im Land so offen gelebte Zwanglosigkeit, inklusive Darkrooms, Techno-Tempeln und Fetischpartys. Auch mit Regeln und Verboten hält man es hier nicht so streng; sei es bezüglich Drogen, Müll oder Freundlichkeit. Wenn ein Mann in Taucheranzug, Schnorchel und Flossen in die U-Bahn steigt und die anderen Fahrgäste nicht mal mit der Wimper zucken, ist man höchstwahrscheinlich in Berlin.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Kleidung. Berliner*innen tragen gerne wirre Garderobe. Alles ist erlaubt, nichts verpönt. Sei es schwarz in schwarz in schwarz oder so knallig bunt, dass die Augen tränen. Transparente werden mit rauen Stoffen gemischt, Seide mit Leder kombiniert, Cocktailkleid zu Militärboots getragen. Die Berliner*innen trauen sich an Kombination, die andernorts vielleicht nicht für möglich gehalten würden. Dass Berlin in Sachen Style etwas Besonders ist, dokumentiert Björn Akstinat mit seinem Projekt Berlin Street Style. Der Fotograf und Medienberater zieht mit seiner Kamera durch Berlin und lichtet Menschen ab, die mit schlichter Alltagsmode auffallen. „Schlicht“ ist in Berlin natürlich Ansichtssache.

Jeder Bezirk hat seinen eigenen Style

Die Menschen auf Akstinats Fotos sind Passant*innen, die er zufällig in der Stadt trifft und die bereit für ein spontanes Fotoshooting sind. Niemand ist gecastet, keine Modefirmen sind involviert. „Überflüssigen Firlefanz versuchen wir zu vermeiden. Hier sollen Menschen statt Marken im Vordergrund stehen“, schreibt der Fotograf auf der Website zum Projekt. Es gehe um Straßenmode – Kleidung des alltäglichen Lebens – die sich in Berlin eben ein bisschen anders zeigt.

Berlin erlaubt es mir, wirklich frei darin zu sein, was ich trage, und trotzdem sicher auf den Straßen zu sein.


Macha aus Belgien

Nach Jahren der Street Photography in Berlin kennt Akstinat mittlerweile den spezifischen Style der Bezirke. „Wer Damen in teuer eleganter Markenkleidung international bekannter Designer sehen möchte, sucht am besten in Charlottenburg auf dem Ku’damm und rund um den Savignyplatz oder in Berlin-Mitte auf der Friedrichstraße sowie dem angrenzenden Gendarmenmarkt“, sagt er. Die Mode des Prenzlauer Bergs beschreibt der Fotograf als „gehobener individueller Schick junger aufstrebender Modeschöpfer mit außergewöhnlichen Kombinationen und Schnitten, der ohne Bling-Bling auskommt.“ Friedrichshain, Kreuzberg und Nord-Neukölln seien hingegen die Heimat vieler Student*innen und das Zentrum der Berliner Alternativkultur: „junge Leute in günstigen, aber spannenden und skurrilen Kreationen“. Dort würden viele ihre Kleidung selbst schneidern oder aus gebrauchten Stücken Kreatives und elegantes Neues schaffen.

Mit Berlin Street Style hofft Akstinat, ein zeitgeschichtliches Dokument des Berliner Stils der Anfangsjahre des 21. Jahrhunderts geschaffen zu haben. Die Porträtierten selbst hatten zudem die Möglichkeit, einen Kommentar zu ihrem modischen Stil abzugeben. So unterschiedlich sie sich kleiden, eine Sache scheint die meisten zu einen: anziehen zu können, was ihnen gefällt, ohne auf Modetrends Rücksicht nehmen zu müssen. Das ist das Besondere an Berlins Mode. Am besten beschreibt man sie wohl, indem man sie gar nicht beschreibt – denn sie folgt einer Eigenlogik, die nicht zu fassen ist.

Außerdem auf ze.tt: Keine U-Bahnlinie ist so sehr Berlin wie die U8

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