Nur Führende haben Folgende

 Nur Führende haben Folgende

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Über die Magnetwirkung eines starken Leaderships

 

Führen bedeutet, Menschen in Bewegung zu setzen und auf ein Ziel in Bewegung zu halten. Das ist die Theorie, derweil sich in der Praxis oft ein anderes Bild präsentiert. Da wird gebrüllt und getobt, um Menschen mit Angst und Druck zu aktivieren. Die Kunst der überzeugenden Führung liegt im Vorausgehen. Nur Führende haben Folgende.

 

In vielen Bereichen des Lebens, sei es in der Politik, Wirtschaft, in unserem sozialen Umfeld, gibt es Menschen, die führen und vorausgehen, während andere ihnen folgen. Weshalb ist das so ist und woher die Sog- und Magnetwirkung kommt, die Führende ausüben, so dass die Anderen ihnen folgen, beschreibt Stefan Kerzel in seiner Keynote „Führen ist nichts für Weicheier“.

Entscheidende Faktoren bei der Führung sind Vertrauen, Sicherheit und Umsetzung. Menschen folgen anderen, wenn sie diese als vertrauenswürdig und begeisterungsfähig einschätzen. Dieses Vertrauen ist eine komplexe Mischung, die sich unterschiedlich zusammensetzt. „Führen ist eine Mischung aus Strategie und Vertrauen. Wenn sie auf eines von beiden verzichten müssen, verzichten sie auf die Strategie“, betont Keynote-Speaker Stefan Kerzel.

Vertrauen erwächst aus Fachwissen, Erfahrung oder dem Charisma einer Person sein. Führungskräfte benötigen entweder ein hohes Fachwissen auf einem Themenfeld oder sie verfügen über Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen, Zielstrebigkeit und Entschlossenheit, die andere beeindrucken, überzeugen, mitreißen.

Eine weitere Säule der Führung ist die Persönlichkeit des Vorangehenden. Charismatische Persönlichkeiten überzeugen durch ihre natürliche Fähigkeit, andere zu inspirieren und zu motivieren. Sie begeistern für eine Vision, bringen andere dazu, für diese Vision ebenfalls zu brennen. Das allein reicht nicht. Führungskräfte müssen in der Lage sein, die Folgenden zu delegieren und zu koordinieren, damit gemeinsame Ziele erreicht werden.

Oft spielen Zufall, Krisen oder äußere Umstände dem Leadership in die Karten. Wenn in Krisen die Gebälke krachen, der Sturm der Herausforderung haushohe Wogen auftürmt, sind Menschen gefragt, die schnelle Entscheidungen treffen und die Hand ans Steuer legen, um die Gemeinschaft in schwerer See sicher zu den Zielen zu bringen. In Situationen wie diesen wachsen Menschen über sich hinaus, zeigen, dass Führungskraft und natürliche Autorität in ihnen schlummern. Das schafft Vertrauen bei den Folgenden.

Doch es gibt Situationen, in denen Führung nicht automatisch mit Vertrauen und Autorität verbunden ist. Das ist der Fall, wenn Führung durch Einfluss, Beziehungen oder eine Position zustande kommt. Ein CEO eines Unternehmens oder ein Politiker, der gewählt wurde, haben oft die Macht, Entscheidungen zu treffen und andere zu beeinflussen. Dann wird Führung missbraucht, oft ist das der Fall, wenn es an einer klaren Vision oder Strategie fehlt. Wer um des Machterhalts auf Position und Posten klebt, verliert blitzartig an Vertrauen.

Führen ist keine Einbahnstraße. Führende brauchen Folgende, um ihre Ziele zu erreichen. Nur eine Führungskraft mit Followern besitzt Macht oder Einfluss. Beide sind aufeinander angewiesen. Keynote-Speaker Stefan Kerzel: „Es besteht eine gegenseitige Abhängigkeit definiert ein spannendes Kraftfeld zwischen Führenden und Folgenden.“

Auf der anderen Seite müssen auch die Folgenden Verantwortung für die Umsetzung und das Erreichen gesetzter Ziele übernehmen. Sie müssen ihre Bedürfnisse klar kommunizieren damit die gemeinsame Richtung stimmt und das Vertrauen in das Gelingen einer Aufgabe erhalten bleibt. Das ist anspruchsvoll. Mit einer Denkweise „Wir da unten, die da oben“ sind die Herausforderungen unserer Zeit nicht zu stemmen.

Die Gefahr des Machtmissbrauchs und der Manipulation ist die Achillesferse der Führung. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wozu dies führen kann. Wenn die Folgenden ihre Autonomie, Entscheidungskraft und Unabhängigkeit verlieren, pervertiert Führung um ihrer selbst willen; dem Größenwahn sind Tür und Tor geöffnet.

Motivierende und produktive Führung bringt Menschen in Bewegung und hält sie in Richtung auf gewünschte Ziele in der Aktion. Eine wichtige Eigenschaft einer Führungskraft ist ein Gespür für Zukunftstrends und Entwicklungen, deren Zeit gekommen ist.

Obwohl Konsens ein hohes Gut ist, muss es am Ende des Tages Entscheidungen über Mittel und Wege des Vorgehens geben. Das zwingt eine Führungskraft in die Verantwortung. Keynote-Speaker Stefan Kerzel: „Wer führt, muss in der Lage sein, konstruktive Kritik anzunehmen, sich selbst zu reflektieren, um Leistung systematisch zu verbessern, Vertrauen aufzubauen. Starke Führende entwickeln sich durch die Stürme, die sie überstanden haben. Das ist des Pudels Kern – Führen ist nichts für Weicheier.“

 

Zwischenzeile:

Führen ist eine Mischung aus Strategie und Vertrauen.

 

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