Home Umwelt Weniger Plastikmüll: Drogerien experimentieren mit Abfüllstationen für Waschmittel und Seife

Weniger Plastikmüll: Drogerien experimentieren mit Abfüllstationen für Waschmittel und Seife

von admin_kernteam

Viele Verbraucher ärgern sich über den bei jedem Einkauf unvermeidlich anfallenden Plastikmüll. Eine Umstellung auf alternative Materialien ist aber oftmals aus Kostengründen nicht möglich. Die Drogeriekette Rossmann und das Unternehmen Henkel haben daher nun ein Projekt gestartet, um die Menge an Plastikverpackungen auf anderem Wege zu reduzieren: In insgesamt fünf tschechischen Städten können die Kunden Waschmittel, Weichspüler, Geschirrspülmittel, Shampoo, Duschgel und Handseife selbst in Mehrwegbehälter abfüllen. Das Unternehmen betont allerdings, dass es sich zunächst nur um einen Test handelt. Dieser soll unter anderem zeigen, wie gut die Nachfüllstationen unter realen Bedingungen tatsächlich funktionieren. Außerdem können so erste Erfahrungen gesammelt werden, inwieweit das Angebot von den Kunden tatsächlich angenommen wird.

Bild: Karsten Koch / Rossmann

Bisher finden die Pilotprojekte außerhalb Deutschlands statt

Bisher ist dementsprechend auch noch unklar, ob ähnliche Angebote zukünftig auch in Deutschland geplant sind. Dies hängt nicht zuletzt von der Auswertung des Pilotprojekts in Tschechien ab. Rossmanns großer Konkurrent dm hat ebenfalls schon erste Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt. Die Drogeriekette bietet in 24 Filialen die Möglichkeit an, Bio-Waschmittel und Bio-Spülmittel selbst abzufüllen. Auch hiervon profitieren deutsche Kunden allerdings höchstens im Urlaub. Denn mit den entsprechenden Nachfüllstationen wurden bisher nur österreichische Filialen ausgestattet. Das Unternehmen kooperiert hier mit dem Hersteller Planet Pure. Kunden erhalten bei ihrem ersten Einkauf eine Mehrweg-Flasche, die dann regelmäßig neu befüllt werden kann. Der besondere Anreiz aktuell: Jede fünfte Auffüllung ist kostenlos.

Bei Lebensmitteln sind die Vorschriften strenger

Auch hier existieren bisher noch keine konkreten Pläne für den deutschen Markt. Ein dm-Sprecher verkündete allerdings zumindest, dass entsprechende Optionen geprüft würden. Drogerieartikel haben in diesem Zusammenhang den Vorteil, dass vergleichsweise wenige Hygiene-Vorschriften beachtet werden müssen. Supermärkte mit frischen Lebensmitteln haben es da deutlich schwieriger. Dennoch gibt es auch hier Bewegung. So testet Edeka in einem Markt in Schleswig-Holstein eine Mehrweg-Dose für die Fleisch- und Käsetheke. Auch hier ist es aber weiterhin nicht erlaubt, eigene Behälter mitzubringen. Grundsätzlich sollte beim Kampf gegen den Verpackungsmüll noch einiges möglich sein. Denn Deutschland liegt bisher in Sachen Pro-Kopf-Verbrauch deutlich über dem EU-Durchschnitt. Gleichzeitig kann der Plastikmüll nicht mehr so einfach exportiert werden wie in der Vergangenheit.

Via: Berliner Morgenpost


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